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      Stiftung Herz zeigen fördert Projekt KiYo

      Krebs! Eine niederschmetternde Diagnose, unter der oft nicht nur der Patient, sondern die gesamte Familie leidet. Die Stiftung Herz zeigen will sich mit dem neuartigen Projekt KiYo um die Kinder krebskranker Eltern kümmern.
      Kids & Youngsters krebskranker Eltern (KiYo) ist beim Interdisziplinären Cancer Center Augsburg (ICCA) am Klinikum Augsburg angesiedelt. Dort werden pro Jahr rund 6.000 Krebspatienten behandelt, davon rund 2.000 mit einer neu diagnostizierten Tumorerkrankung. Um die betroffenen Familien in dieser Ausnahmesituation aufzufangen, ist eine umfassende Betreuung erforderlich. „Die Kinder sind wegen der Erkrankung eines Elternteils oft schwer belastet“, sagt Prof. Dr. Martin Trepel, Direktor des ICCA. In dieser Situation komme es nicht nur auf die richtige Tumortherapie an, sondern auch auf eine umfassende Betreuung der Kinder.
      „Nach der Krebsdiagnose stürzt erst einmal alles ein, viele Familien sind bald am Rande der Belastbarkeit“, sagt Christa Miller, Leiterin der Erziehungsberatungsstelle der AWO Augsburg. Deshalb wird sich die AWO in Kooperation mit dem ICCA um die betroffenen Kinder kümmern und sie erlebnispädagogisch betreuen. „Bislang erhalten die Kinder und Jugendlichen erst Hilfe, wenn sie ernsthaft erkrankt sind. Wir wollen es aber gar nicht soweit kommen lassen und uns frühzeitig um sie präventiv kümmern“, sagt Christa Miller. Doch dafür komme weder eine Krankenkasse noch die Jugendhilfe auf.
      Deshalb springt die Stiftung Herz zeigen ein und unterstützt das Projekt KiYo mit 10.000 €. Die Stiftung wurde von der AWO Augsburg und engagierten Bürgern im Frühjahr gegründet, um regionale Projekte zu unterstützen. Kuratoriumsvorsitzender Christian Dierig sieht hier großen Handlungsbedarf: „Jeden Tag erkranken statistisch gesehen sieben Personen aus der Stadt und dem Landkreis Augsburger an Krebs, und die meisten davon haben Kinder“. Um Traumatisierungen und Entwicklungsstörungen zu verhindern, engagiere sich die Stiftung Herz zeigen. Daneben wird das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt KiYo auch von der Aktion Mensch unterstützt. Die Universität Ulm wird das Projekt, das am 1. September 2017 startet, wissenschaftlich begleiten.

      Foto: Kuratoriumsvorsitzender Christian Dierig (rechts) übergibt den symbolischen Scheck an (von rechts nach links) Christa Miller und Annette Thier von der AWO Augsburg, Prof. Dr. Martin Trepel und Dr. Björn Hackanson, beide vom Interdisziplinären Cancer Center am Klinikum Augsburg. Foto: Schmid Media

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